ausfasernd...

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Handarbeit, Wissenschaft und Versuche in Textilproduktion 2.0

Reboot

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Heute gab es mal einen Pechkeks. ("Geh nach Hause" stand drin, damit kann ich leben.)

Ich habe eine Strickmaschine, nämlich eine Empisal 302, was ein sehr tolles Teil ist.

Außerdem ist es wohl doch nicht weiter bedenklich, dass ich mich an Erlebnisse erinnere, die ich gar nicht gemacht habe.

Auf dem 31C3 war es großartig, eine wunderbare Inspiration und Motivation dafür, was ich 2015 bewegen möchte.

Let’s build our own personalized open textile production line


Kommentare

Henriette
by Henriette on 23. Januar 2015
Vielen Dank für das Thema "Die Textilproduktion zurück nach Hause holen". Ich möchte gern noch ergänzen: Weniger Zeug einkaufen, auf Qualität, also Verarbeitung, Passform, Kombinierbarkeit und Vielseitigkeit (bei welchen Gelegenheiten kann ich das anziehen?) achten und mehr das Zeug nutzen, was schon im Schrank hängt. Sachen reparieren statt wegwerfen, wenn mal eine Naht aufgeht oder ein Knopf abreißt. Oder auch mal ein Teil anpassen: Wenn die Farbe ungünstig ist, kann man das Teil umfärben; eine Hose, die einen Tick zu lang ist, kann man kürzen; nach einer Gewichtsänderung kann man Teile enger oder weiter machen (in gewissen Grenzen). Dazu gehört auch, sich mal mit der Frage zu befassen: Welche Farbe und Form steht mir? Anstatt sich nach der Mode zu richten und diese nach kurzer Zeit auszusortieren, weil sie einem nicht steht oder inzwischen unmodern ist. Es gibt genug Änderungsschneidereien, da kostet es z.B. 10 Euro, wenn man den Reißverschluss einer Hose austauschen lässt. Bei einer guten Hose lohnt sich das und der Schneider kann seinen Arbeitsplatz bzw. seine Selbständigkeit behalten, anstatt Hartz IV beantragen zu müssen, das wir ja auch bezahlen müssen. Und wenn nur die Leute im Billigdiscounter einkaufen würden, die sich wirklich nichts Teureres leisten können, wäre es auch schon besser. Aber da kaufen ja leider auch ganz viele Leute ein, die sich durchaus Fair, bio etc. leisten können. Außerdem finde ich schon, dass man etwas verändert, wenn man seine Kleidung wenigstens zum Teil selbst herstellt. Denn wenn man einmal ein T-Shirt selbst genäht hat, sieht man die Billigteile z.B. von H&M mit ganz anderen Augen und kauft sie im besten Fall nie mehr. Viel Inspiration zu diesem Thema gibt es übrigens beim Me Made Mittwoch Blog, da treffen sich jede Woche Frauen virtuell, die ihre Oberbekleidung (zum Teil) selber herstellen. Außerdem gibt es dort auch Spendenaktionen, z.B. wurden da 2014 Ausbildungsplätze zur Näherin für Frauen in Afghanistan finanziert. http://memademittwoch.blogspot.de Was das Platzproblem beim Nähen betrifft: Früher hatte man deutlich weniger Wohnraum pro Person als heute und trotzdem hatten die meisten Haushalte eine Nähmaschine. Meine Oma hat früher mit ihrer Mutter, ihrem Mann und ihren Kindern in einer 1-Zimmer-Wohnung gelebt und dort wurde trotzdem genäht. Gestrickt und gehäkelt natürlich auch. Das ist nur eine Frage der Prioritäten. Heutzutage zahlt man viel Miete, um den großen Fernseher, die Stereoanlage, die DVDs, Berge von Kleidung zu lagern. Dasselbe gilt für das Zeitproblem: Heutzutage wird viel Zeit für Fernsehen, Twitter, Facebook, Internet und so weiter verbraucht, die kann man sicher anders nutzen. Das Thema hat viele Aspekte und wenn jeder einfach mal anfangen würde, wenigstens ab und zu mal einen der o.g. Punkte zu berücksichtigen, wäre uns allen sicher schon ein großes Stück geholfen. Ich sage immer: "Jeder Schritt in die richtige Richtung ist ein Schritt in die richtige Richtung." Es muss nicht die eine perfekte Lösung sein, die alle Faktoren und Ansprüche berücksichtigt. Das funktioniert meist eh nicht. Viele Grüße, Henriette

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Über diesen Podcast

Hände, die immerzu etwas produzieren, Gedanken, die zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Popkultur hin und her hüpfen. Und dann auch noch der Versuch, die Mode und die Textilbranche zu revolutionieren.

von und mit DamnedSnob

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